30 Jahre DGSv

Die Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. (DGSv) ist der älteste und mit über 4.200 Mitgliedern der größte Berufs-und Fachverband Deutschlands für ausgebildete Supervisor*innen, Coaches und Berater*innen.

1989

Am 16. Mai 1989 gründeten 27 Mitglieder, darunter Vertreter*innen der damaligen Ausbildungsinstitute, die „Deutsche Gesellschaft für Supervision e. V.“ mit einem klaren Ziel: im Feld der Supervisionsausbildung Standards für Professionalität zu setzen.

1989 Gründungsprotokoll DGSv
1990

Erste Ausgabe der Verbandszeitschrift DGSv aktuell. Die Mitgliederzahl hat sich verzehnfacht.
Schlagzeile 1/1990: Viel Arbeit für den Aufnahmeausschuß!

1990 DGSv aktuell erste Ausgabe
1994

2. Deutscher Supervisionstag in München unter dem Titel „Supervision – Ein Instrument der Personalentwicklung“.
Der Bayerische Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung berichten.

V.l.n.r. Martin Scherpner (Nominierungsausschuss), Jörg Fellermann (damals Regionalgruppensprecher Berlin/Brandenburg, zukünftiges Vorstandsmitglied und Geschäftsführer), Mechtild Midderhoff (Geschäftsführerin), Franz Leinfelder (zukünftiges Vorstandsmitglied), Wolfgang Weigand (Vorsitzender).

1994 2. Deutscher Supervisionstag
1996

Ein neues Logo wird eingeführt, das bis in die 2010er Jahre das Erkennungszeichen der DGSv wird.

1996 Logo DGSv
1997

3. Deutscher Supervisionstag in Celle

1997 3. Supervisionstag, Celle (c)Claus Cordes
1997

Prof. Dr. Wolfgang Weigand, Vorsitzender der DGSv 1992-2001, spricht auf dem 3. Deutschen Supervisionstag in Celle.

1997 Prof. Dr. Wolfgang Weigand, Celle (c)Claus Cordes
1998

Die AS Agentur für Supervision und Coaching GmbH wird als Servicegesellschaft der DGSv gegründet. Sie ist Partnerin von Auftraggeber*innen für gelingendes Matching und entlastende Abwicklung.

www.agentur-supervision.de

1998 R K (c)Alexandra Bucurescu pixelio.de
1999

Mitgliederversammlung in der Dreikönigskirche, Dresden. Dies war die erste Mitgliederversammlung in den neuen Bundesländern, das Thema Ost/West war deutlich spürbar.

1999 Mitgliederversammlung Dresden
2001

Prof. Dr. Wolfgang Weigands neunjährige Amtszeit als Vorsitzender der DGSv endet. Die DGSv hat 3000 Mitglieder. Der scheidende Vorsitzende spannt sein Geschenk, einen bunten Schirm der Vielfalt, auf.

2001 Mitgliederversammlung Köln (c)Franz Will
2003

Ethische Leitlinien sowie Zertifizierungs- und Anerkennungsverfahren für Weiterbildungen zur/m Supervisor*in und Coach werden eingeführt.

2003 Titelseite Ethische Leitlinien
2003

DGSv-Forum Lehrsupervision im Hotel Le Méridien in Frankfurt a.M. unter dem Titel „Verpflichtet zur Verantwortung: Spiritualität – Leidenschaft – Politik“.

2003 Lehrsupervisionstag
2004

Gründung der Ombudsstelle. Alle Kund*innen unserer Mitglieder können sich bei Bedarf an die Ombudsstelle wenden. Sie ist ein wichtiger Baustein unserer Qualitätssicherung. Die Ombudsleute sind Ansprechpartner für die Beschwerdeführer*innen, haben ausschließlich beratende und vermittelnde Funktion und sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.

2004 Ombudsstelle (c)Christian Rolfes
2006

Das DGSv-Qualitätsverfahren wird verabschiedet. Supervision und Coaching bieten Räume gedanklicher und emotionaler Freiheit, in denen Personen und Organisationen Handlungs- und Entscheidungsspielräume entwickeln können. Sie erreichen das durch Reflexion, Kreativität und die Besinnung auf Wesentliches. Als die DGSv ihr Qualitätsverfahren konzipierte, ließ sie sich deshalb von vier Maximen leiten: Partizipation, Eigenverantwortung, Innovationsinteresse und Neugier.

2006 Qualitätsfverfahren
2008

Eine interdisziplinär zusammengesetzte Projektgruppe stellt ein Beratungsmodell für Unternehmensnachfolge vor. Ziel war die Entwicklung eines integrierten Konzeptes zur Beratung von übergabewilligen Inhaber*innen, Übernehmer*innen, Übergangenen und Mitarbeiter*innen in Familienunternehmen bei der Betriebsübergabe.
Ebenfalls in diesem Jahr: die erste Marktuntersuchung findet statt, durchgeführt vom MODUS-Institut.

2009

Erste Tagung in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Tutzing und anderen zum Thema „Veränderungsdynamik und deren Folgen – Arbeit und Leben in Organisationen“. Sie präsentiert Ergebnisse des Forschungsprojekts „Arbeit und Leben in Organisationen 2008“. Dies stellt ebenfalls den fachlichen Höhepunkt anlässlich des 20-jährigen DGSv-Jubiläums dar. Seitdem finden die Tagungen im zweijährigen Rhythmus statt.

2009 Tutzing (c)Bernhard Lemaire
2010

Prof. Dr. Brigitte Geißler-Piltz wird zur Vorsitzenden gewählt und übt das Amt sechs Jahre lang aus.

Geißler Piltz
2010

Theresia Volk wird zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und ist von 2013-2017 Vorsitzende.

2010 Theresia Volk (c)Christian Rolfes
2013

Unter dem Titel »Riskante Arbeitswelt im Spiegel der Supervision – Eine explorative Studie als Beitrag zur Marktforschung« erscheint 2011 der Ergebnisbericht einer von der DGSv geförderten Studie zum »Innenleben« von Organisationen in Deutschland. Anknüpfend daran berichtet „Belastungsstörung mit System“ von einer zweiten Untersuchung, mit der erneut die Mitglieder der DGSv dazu befragt wurden, wie sie die Arbeitsbedingungen in Organisationen und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten wahrnehmen.

2013 Cover Belastungsstörung
2013

„Riskantes Arbeiten und Chancen auf Besserung“ – unter diesen Titel wird eine sechsteilige Veranstaltungsreihe gestellt, auf der die Ergebnisse der Untersuchung „Arbeit und Leben in Organisationen 2011“ vorgestellt und zugleich Beispiele aus Unternehmen gezeigt werden, die Ideen für eine verbesserte Arbeitskultur erprobt haben. Wissenschaftliche Befunde einerseits – praktische Lösungsversuche andererseits. Beides mit dem Ziel, zu einer für die Beschäftigten besser verträglichen Arbeitskultur beizutragen.

2013 Stress lass nach, Nürnberg
2014

Das erste „Verbandsforum“ findet unter dem Motto „Wenn ich gefragt bin“ im Maternushaus Köln statt. Genau wie das ebenfalls neu eingesetzte Organ der Entwicklungskommission (Think Tank) ist es ein Resultat der Strukturreform von 2013. Das Verbandsforum hat die Aufgabe, grundlegende Verbandsfragen zu diskutieren und Resonanzraum für Mitglieder zu sein.

2014 Verbandsforum (c)Annette Lentze
2014

Jörg Fellermann, der 17 Jahre lang die Geschäfte der DGSv führte und zuvor als Vorstandsmitglied und Mitbegründer der Regionalgruppe Berlin wirkte, verstirbt in diesem Jahr. Er zählt zu den Persönlichkeiten, die die DGSv nachhaltig geprägt haben. Als Geschäftsführer vertrat Jörg Feller-mann den ehrenamtlichen Vorstand, gab in unzähligen Kooperationen, großangelegten Projekten, Tagungen und Publikationen der DGSv ein Gesicht und Profil. Durch seinen kontinuierlichen und unermüdlichen Einsatz für die DGSv hat der Verband vielerorts hohe Anerkennung erfahren.

2014 Jörg Fellermann
2014

Die Broschüre der Projektgruppe Demografie widmet sich dem Aspekt der demografischen Entwicklung und ihren Auswirkungen auf kleine mittelständische Unternehmen (KMU). Sie möchte Führungskräften in Unternehmen erste Hintergrundinformationen anbieten und verbindet diese gleichzeitig mit Handlungshilfen in Form von Checklisten oder anregenden Beispielen guter Unternehmenspraxis.

2014 Broschüre - Sind Sie demografiefest
2016

Die DGSv wird sichtbar im Coaching Markt. Sie heißt ab dem 08.10.2016 "Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching". Mit der Namenserweiterung setzt der Verband ein Signal im Markt des Business-Coachings: die DGSv steht für Coaching in Supervisionsqualität. Sie hat europaweit die anspruchsvollsten Standards im Markt der Weiterbildungen zum Coach. DGSv Supervisor*innen und Coaches durchlaufen zertifizierte Weiterbildungen oder Masterstudiengänge im Umfang von mindestens 640 Stunden.

2016 Coaching (c)Christian Rolfes
2017

Umfassender Relaunch der Außendarstellung. Geleitet von der Vision, 2025 die erste Adresse für Beratungsfragen in der Arbeitswelt zu sein, stellt sich der Verband nun mit allen Medien zeitgemäß auf.

2017 DGSv Webseite
2018

Seit 2017 verleiht die DGSv einen Förderpreis für Abschlussarbeiten. 2018 wird diesem ein klangvoller Name verliehen: Cora-Baltussen-Preis. Cora Baltussen (*1912, † 2005) stammte aus den Niederlanden und hat als Sozialarbeiterin und Psychologin die Entwicklung der Supervision in Deutschland maßgeblich mit auf den Weg gebracht. Prämiert wird die Arbeit, die sich als besonders wissenschaftlich fundiert, innovativ und praxisrelevant erweist – drei Attribute, die Cora Baltussens Wirken hervorragend beschreiben.

www.dgsv.de/dgsv/cora-baltussen-preis

2018 Cora Baltussen Preis Logo